Wie man Pferde an Elektrozäune gewöhnt: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Das Training ist Teil der Installation
Nach der Installation eines Elektrozauns für Pferde ist eine ordnungsgemäße Einführung nicht optional – ein Pferd, das den Zaun auf die harte Tour im Galopp entdeckt, kann sich verletzen und den Zaun zerstören. Der Trainingsprozess ist einfach, muss aber gezielt durchgeführt werden. Drei Schritte, bei Tageslicht und in der richtigen Reihenfolge.

Sichtbarkeit steht an erster Stelle
Die höchste Priorität beim Training – und beim Thema Zaunsicherheit für Pferde – ist die Sichtbarkeit. Pferde müssen den Zaun aus der Entfernung sehen können, selbst im Galopp, damit sie abbremsen und ausweichen können. Wenn Ihr Zaun aus einem dünnen Draht statt aus einem Band oder Geflecht besteht, befestigen Sie in regelmäßigen Abständen Fahnen oder Bänder entlang der Linie. Und führen Sie Pferde immer bei Tageslicht an den Zaun heran, nicht in der Dämmerung.
Schritt 1 – Die Umzäunung bei ausgeschaltetem Gerät ablaufen
Schalten Sie das Weidezaungerät aus, bevor Sie das Pferd in die Nähe des Zauns bringen – ein überraschender Stromschlag bei einem Pferd, das Sie gerade führen, kann dazu führen, dass es scheut. Führen Sie das Pferd langsam am gesamten Umfang der neuen Koppel entlang und lassen Sie es die Begrenzungslinie in seinem eigenen Tempo sehen und beschnuppern.
Schritt 2 – Strom einschalten und das Pferd alleine erkunden lassen
Sobald das Pferd die Begrenzung abgelaufen ist und weiß, wo die Linie verläuft, lassen Sie es auf die Koppel und schalten Sie das Weidezaungerät wieder ein. Lassen Sie jedes Pferd alleine lernen – idealerweise ein Pferd nach dem anderen, ohne Begleitung. Zur Sicherheit:
- Halten Sie das Pferd nicht fest, während es den Zaun untersucht.
- Bleiben Sie außerhalb des eingezäunten Bereichs.
- Stellen Sie sicher, dass sich keine andere Person auf der Koppel befindet.
Schritt 3 – Die Lektion beobachten
Warten Sie nun und beobachten Sie. Es ist natürlich, dass ein Pferd die Grenze testet, geben Sie ihm also die Zeit, den Draht tatsächlich zu berühren und den Schlag zu spüren. Die gewünschte Reaktion ist ein Zurückweichen – das Pferd geht rückwärts und hält Abstand. Normalerweise reichen ein oder zwei Kontakte aus, damit ein Pferd den Zaun dauerhaft respektiert.
Nach dem Training: Den Strom eingeschaltet lassen
Sobald das Training beginnt, schalten Sie das Weidezaungerät nicht mehr aus. Ein konstanter Stromfluss sorgt dafür, dass die Lektion gelernt bleibt und die Pferde sicher sind. Die Betriebskosten sind minimal – ein typisches Weidezaungerät verbraucht etwa so viel wie eine 100-Watt-Glühbirne –, es gibt also keinen Grund, es auszuschalten.
Störschläge vermeiden
Störschläge bringen Pferde dazu, dem Zaun zu misstrauen, und können sie dazu verleiten, durch ihn hindurchzugehen:
- Halten Sie Wassertröge von der elektrifizierten Leitung fern.
- Hängen Sie keine Futtereimer an die Zaunpfähle.
- Werfen Sie kein Heu in die Nähe des Zauns – wenn ein Pferd für das Heu durch die Linie greift, bekommt es einen Schlag und kann in Panik nach vorne stürmen.
Den richtigen Pferdezaun auswählen
Für Pferde sind gut sichtbare Leiter wichtig: Band oder Geflecht sind für ein Pferd leichter zu erkennen als ein einzelner Stahldraht. Kombinieren Sie den Leiter mit einem passenden Weidezaungerät und befolgen Sie unsere Installationsanleitungen für Erdung und Aufbau – ein gut gebauter, korrekt trainierter Zaun ist die sicherste und wirtschaftlichste Art der Pferdehaltung auf dem Markt.
